Die perfekte Lehrertasche

Jeden Abend befüllen wir sie mit den Ordnern und Büchern für den folgenden Schultag, transportieren Kreide, Textmarker, Rotstifte und Kopien in ihr, verstauen hier morgens unser Pausenbrot, setzen sie auf unseren Beifahrersitz oder in unseren Fahrradkorb auf dem Weg zur Arbeit und haben dank ihr die wichtigsten Dinge immer griffbereit.

Kurz gesagt, wir Lehrer verbringen fast den ganzen Tag mit unserer Tasche oder unserem Rucksack an unserer Seite. Daher ist es besonders wichtig, dass dieses wichtige (wenn nicht sogar das Wichtigste) Lehrer-Accessoire zumindest einen Großteil der folgenden Kriterien erfüllt: nicht zu groß, aber mit genug Stauraum, ausreichend Seitentaschen und Fächer, robust, aber nicht klobig, handlich, unempfindlich, langlebig, und -ganz wichtig- stylisch.

Mein Referendariat habe ich irgendwie mit Primark- und H&M-Taschen bestritten, die zwar gut aussahen, aber meist nach nur einem Halbjahr unter der Last meiner Materialien kläglich davongeschieden sind. Nicht nur einmal musste ich meinen gesamten Tascheninhalt vor den Augen der Schüler in der Pausenhalle auf dem Weg zum Klassenraum aufsammeln. Und kam mir jedes Mal vor wie ein Nerd in einem amerikanischen High School Film, der unter dem Gelächter des ultra-beliebten Baseball-Teams und der dazugehörigen Cheerleader-Mannschaft auf dem Boden kriechend alle heruntergefallenen Bücher zusammenrafft. Es musste also dringend eine neue Tasche her.

Da ich noch nie ein Fan der typischen Leder-Lehrertasche war, schaute ich mich nach Alternativen um. Rucksäcke sind zwar auf jeden Fall besser für den Rücken, aber damit komme ich mir vor wie eine Erstklässlerin. Es ist wirklich gar nicht so leicht, eine lederfreie, moderne und praktische Tasche zu finden.

Durch Zufall bin ich dann auf den Fjällräven Totepack No.1 gestoßen, eine robuste, hübsche Tasche aus gewachstem Gewebe.

Ich habe mich zunächst gescheut, den relativ hohen Preis zu bezahlen (knapp 100 Euro), aber nach über einem Jahr mit meinem Totepack kann ich sagen, dass sich die Investition absolut gelohnt hat. Ich bin mit dieser Tasche so zufrieden, dass ich eigentlich nie wieder eine andere Schultasche haben möchte. 

Das wasserabweisende Material der Tasche ist so pflegeleicht, dass kaum Gebrauchsspuren zu sehen sind. Ich habe sogar schonmal aus Versehen meine Bücher in der Tasche auf eine Banane gestellt, was dann natürlich ein Massaker angerichtet hat;-) Ich habe den Bananenmatsch nur kurz mit Wasser und Seife beseitigt und die Tasche an der Heizung trocknen lassen und es ist keine Spur mehr davon zu sehen. Bei jeder anderen Tasche hätte das wahrscheinlich das Aus bedeutet.


Die Tasche hat vorne ein großes Fach, in dem ich meine Kreide, Stifte, Schlüssel, Taschentücher und jede Menge anderen Kram unterkriege. In das Innenfach passt auch unheimlich viel rein, was man auf den ersten Blick wirklich nicht vermuten würde. Ich bringe hier meistens bis zu fünf Bücher, mehrere Mappen und meinen Lehrerkalender unter. Es gibt auch noch ein Innenfach für Kleinkram.

Mein Totepack ist ungefähr so wie die magische Tasche von Mary Poppins -sie zieht dort vor den erstaunten Augen der Kinder eine Stehlampe, einen Wandspiegel und eine große Zimmerpflanze heraus. Diese Dinge brauche ich für meinen Schulalltag zwar meistens nicht, aber all die Sachen, die man als Lehrer so benötigt, sind im Fjällräven Totepack gut aufgehoben, ohne dass es aussieht, als hätte man seinen halben Haushalt dabei.

Die Tasche gibt es in vielen verschiedenen Farben, da müsste eigentlich für jeden Geschmack was dabei sein. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr die Tasche in einem Handgriff zu einem Rucksack umrüsten und sie auch an den kleineren Griffen in der Hand tragen könnt.

Welche Schultasche habt ihr? Was ist euch wichtig bei einer Tasche/einem Rucksack für die Arbeit?

Stempel-Liebe

Kaum eine andere Berufsgruppe lässt sich so für Büroklammern, Stifte, Pinnadeln und Stempel begeistern wie Lehrer. Wir geben es zu -auch wir sind süchtig nach hübschem Bürokram. Als wir die zauberhaften Mini-Stempel von Sommerabend entdeckt haben, hat unser Tafeltanten-Herz also einen großen Sprung gemacht.

Die Motive sind so süß und originell, dass man sie am liebsten einfach alle haben will. Sie sind auch wie gemacht für unsere Vocabulary Bonus Card, die wir entwickelt haben, um Schüler zum Vokabeln lernen zu motivieren. Schaut mal hier, wenn ihr sie noch nicht kennt.

 

 

Vokabel-Fußball

Heute habe ich mit meinen Schülern im Englischunterricht Fußball gespielt.

Genau genommen Vokabel-Fußball.

Ich hatte im Internet nach neuen Möglichkeiten gesucht, Vokabeln zu üben bzw. abzufragen, ohne dass immer gleich ein einzelner Schüler im Fokus steht. Einen Vokabeltest haben wir auch gerade erst geschrieben. Die Idee, ein Vokabelspiel in Anlehnung an ein Fußballmatch durchzuführen, hat sich sehr interessant angehört.

Beim Vokabel-Fußball spielen zwei Teams mit gleicher Schüleranzahl gegeneinander. Es wird für jedes Team ein Tor an die Tafel gemalt. Ein Magnet in der Mitte dient als  Fußball-Ersatz.

Der Lehrer gibt den Teams nun nacheinander eine Vokabel auf Deutsch vor, die auf Englisch übersetzt werden soll (das funktioniert natürlich auch in anderen Fächern, z.B. mit Wissensfragen zu einem behandelten Themenbereich). Das Team hat 15 Sekunden Zeit, die Vokabel zu übersetzen. Ist die Antwort richtig, rückt der Magnet-Fußball ein Feld weiter Richtung Gegentor. Ist sie falsch, wandert er näher Richtung Eigentor. Ruft das gegnerische Team dazwischen oder stört anderweitig, gibt es einen Elfmeter (eine leichte Vokabel bzw. Frage für das andere Team). Gewonnen hat das Team, das innerhalb eines bestimmten Zeitraums (bei mir waren es 30 Min.) die meisten Tore erzielt hat.

Ich glaube, nach diesem Spiel sitzen die Vokabeln. Spaß hat es auch gemacht. Ideal ist auch, dass man Schüler, die krank waren oder nicht gelernt haben, als Schiedsrichter oder Vokabel-Ansager einsetzen kann.

Vielleicht könnte man das Fußballspiel das nächste Mal sogar mit unserer Vocabulary Bonus Card verbinden, indem einfach alle Schüler des Gewinnerteams einen Stempel erhalten.

Welche Tipps und Tricks habt ihr, um Vokabeln oder Hausaufgaben abzufragen bzw. zu üben?

💜Sonja

Von Mandeln und Klebstoff…

Stellt euch vor, ihr könntet eure Arbeitsblätter mit Marzipan festkleben. So fühlt es sich an bzw. so riecht es, wenn man den italienischen Bastelkleber „Coccoina“ verwendet. Der Klebstoff, der an die früher verwendete Kleisterdose „Pelikanol“ erinnern soll (dafür bin ich wohl zu jung, ich habe meine Kindergarten- und Grundschulzeit mit UHU und PRITT bestritten), kommt ganz ohne Lösungsmittel aus und lässt sich mithilfe des kleinen Pinsels super auftragen.

Da wird das Kleben zum Vergnügen und macht gerade jetzt in der Weihnachtszeit Lust auf Marzipankugeln.

Ich als Verpackungsopfer bin begeistert von der verschnörkelten Metalldose. Es gibt den Mandelkleber aber auch als Klebestift. Die Dose könnt ihr für knapp 6 Euro in verschiedenen Onlineshops kaufen. Ich habe meine bei Amazon bestellt. Ich denke ich werde mit der Dose mindestens bis nächstes Jahr Weihnachten hinkommen.

Viel Spaß beim Basteln:-)

💜Sonja

Exklusive Weihnachtsverlosung unserer Lieblings-Lehrerkalender

Als Dankeschön für eure vielen Klicks, anregenden und ermutigenden Kommentare und weil wir euch unsere Lieblings-Lehreragenda nicht vorenthalten wollen, beschenken wir zwei unserer Leserinnen bzw. Leser mit einer Lehreragenda für das Schuljahr 2016/17 von Lehreragenden Jatho.

Tina und Simon, die wir im September interviewt haben, stellen uns netterweise zwei ihrer liebevoll designten und praktischen Lehrerkalender für euch zur Verfügung. (Ihr könnt euch hier nochmal unseren Beitrag zu den Lehreragenden ansehen.)

Alles, was ihr tun müsst, um eine der DIN A4-Agenden im Wert von je ca. 40 Euro zu gewinnen, ist bis zum 20. Dezember unter diesen Beitrag einen Kommentar zu schreiben, in welchem ihr euren Lieblingsbeitrag unseres Tafeltanten-Blogs angebt. Unter allen Kommentaren losen wir dann zwei Gewinner aus, die einen Gutschein für eine Happy Teaching Agenda ihrer Wahl erhalten.

Wir wünschen euch viel Glück!


Alle Fotos aus diesem Beitrag unterliegen dem Copyright von Lehreragenden Jatho (www.lehreragenda.de)

Rechtliches:
Teilnahme ab 18 Jahren. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Keine Barauszahlung des Gewinns. Die Gewinner werden auf unserem Blog bekanntgegeben. Sie erhalten einen Gutschein für eine Lehreragenda ihrer Wahl, den sie bei Lehreragenden Jatho einlösen können (Versand der Lehreragenda ab Februar 2016). Das Gewinnspiel beginnt mit Veröffentlichung dieses Posts und endet am 20.12.2015. Die Ermittlung der Gewinner erfolgt per Los. Dieses Gewinnspiel steht nicht in Verbindung mit WordPress und wird auch nicht davon unterstützt. Bereitgestellte Informationen werden ausschließlich zur Ermittlung und Kontaktierung des Gewinners benutzt.

Warum locht man eigentlich immer runde Löcher?

Genau diese Frage stellte sich einem Kollegen und mir, als wir in einer Freistunde in Akkordarbeit unsere frisch kopierten Arbeitsblätter gelocht haben. Da sieht man mal, auf was für absurde Gedanken wir Lehrer kommen, wenn wir so stumpfe Arbeiten wie lochen, abheften und tackern erledigen müssen.

Aber die Frage ist ja gar nicht mal so dumm: wieso locht man nicht kleine Vierecke? Oder Blumen? Oder womöglich Herzchen? Glücklich darüber, eine Marktlücke aufgetan zu haben, schmiedeten wir schon Pläne, wie man so einen Blumenlocher herstellen und vermarkten könnte.

Nach einer ernüchternden Google Suche mussten wir dann feststellen, dass wir wohl nicht die einzigen sind, denen runde Löcher zu langweilig sind. Es gibt zwar keine riesige Auswahl, aber immerhin gibt es bei Amazon einen Herzchenlocher, den ich mir dann zähneknirschend bestellt habe. Ein Tafeltanten-Blümchenlocher wäre mir natürlich lieber, aber so kann ich jetzt schon anfangen, meine Arbeitsblätter zu verschönern. Mal sehen, ob meine Schüler den Unterschied merken, wenn sie morgen ihre Hausaufgaben abheften.

💜Sonja

Warum Textmarker manchmal japanisch sein müssen

Heute habe ich das erste Mal in meinem Leben Post aus Japan erhalten. Ich hatte schon ganz vergessen, dass ich mir vor über einem Monat Textmarker aus Tokio bestellt hatte. Irgendwie verrückt, oder? Es ist ja nicht so, als wäre Deutschland eine Stifte-Wüste.

Was ist so toll an den japanischen Mildlinern?

Aaalso, den Tipp habe ich von einer Schülerin bekommen. Ihre mit japanischen Schriftzeichen versehenen Textmarker sind mir sofort aufgefallen und da musste ich natürlich mal nachforschen. Auf das Trendgespür unserer Schüler ist fast immer Verlass;-)

Was die japanischen Stifte von anderen abhebt sind die Pastell-Farben. Normalerweise sind Textmarker ja eher in grellen Neonfarben, sodass man fast schon Kopfschmerzen bekommt, wenn man länger mit dem markierten Text arbeitet. Die Mildliner markieren wichtige Textstellen schön dezent, stinken nicht und liegen gut in der Hand. Außerdem sind sie so schmal, dass alle Farben ins Etui passen. Und ich mag das zurückhaltende Design.


Im Geschäft sucht man die Mildliner vergeblich. Ich habe mein 5er Set für knapp 5 Euro bei Amazon bestellt. Der Versand ist zwar kostenlos, dauert dafür aber mehrere Wochen. Mit Nachhaltigkeit hat es natürlich nicht viel zu tun, sich Textmarker aus Japan liefern zu lassen. Allerdings sind die herkömmlichen Textmarker, die man in Deutschland kaufen kann, bestimmt auch nicht hier produziert. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass die Marker auch lange halten.

💜Sonja